01.04.2020: Westfalen in den ‚wilden Jahren‘ 1919/20 – Der Kapp-Lüttwitz-Putsch

Referent Prof. Dr. Rainer Pöppinghege

Die blutigen Ereignisse im zeitlichen Umfeld des Kapp-Lüttwitz-Putsches im März 1920 bilden den Anlass für eine Betrachtung dieser ‚wilden Anfangsjahre´ der Republik. Vor 100 Jahren schlossen sich im östlichen und kurz darauf auch im rechtsrheinischen Ruhrgebiet die Gegner der antirepublikanischen Putschisten um den Verwaltungsbeamten Wolfgang Kapp und den Oberbefehlshaber der vorläufigen Reichswehr, Walther Freiherr von Lüttwitz, zusammen.

In Westfalen formierte sich die „Rote Ruhrarmee“, um den Putsch zu bekämpfen und die Novemberrevolution von 1918 doch noch zu einer sozialistischen Revolution zu machen. Bewaffnete Kräfte von links und rechts trafen aufeinander. Es folgten blutige Wochen mit einer ideologisch aufgeladenen, äußerst brutalen Kampfweise. Dabei wurde Westfalen zum zentralen Schauplatz, auf dem sich das Schicksal der jungen Republik entschied.
Der Referent hat 2019 das Buch Republik im Bürgerkrieg, Kapp-Putsch und Gegenbewegung an Ruhr und Lippe 1919/20 veröffentlicht. Er lehrt Neueste Geschichte an der Universität Paderborn.

Termin 01.04.2020, 19:00 Uhr
Ort Technisches Rathaus, Gustav-Heinemann-Str. 10, Raum A3.005
Kosten kostenfrei
Kooperation Stadtarchiv Hamm, Volkshochschule Hamm, Hammer Geschichtsverein

Beitragsbild: Aufmarsch von Zeitfreiwilligen in Hamm, in der heutigen Weststraße im Jahr 1920, Foto: Stadtarchiv Hamm