Erinnerung und Mahnung für die Gegenwart und Zukunft

Nach zwanzig Jahren des Schweigens und Verleugnens der Verbrechen des Naziregimes hat der Generalstaatsanwalt Fritz Bauer in den 1960er Jahren ein Verfahren gegen Täter des Konzentrationslagers Auschwitz angestoßen. Zwischen 1963 und 1965 standen 20 von insgesamt 6.000 Tätern vor Gericht in Frankfurt – und leugneten ihre Schuld. Erst durch die Aussagen der Zeugen wurde das, was in Auschwitz geschah, für die Öffentlichkeit greifbar und real.
Jahrzehnte später stellt Staatsanwalt Wiese fest: „… ob die Menschheit daraus gelernt hat – ich würde meine Hand dafür nicht ins Feuer legen.“ Diese Frage hat auch heute noch Relevanz und verdeutlicht, wie schnell Menschen ihre Hemmungen verlieren können, anderen Leid und Grausamkeit zuzufügen.
In einer Zeit, in der viele den Wunsch äußern, sich nicht mehr mit den Verbrechen der Nazizeit auseinanderzusetzen, ist es umso wichtiger, diesen Prozess nicht zu vergessen und uns zu fragen, welche Lehren wir daraus ziehen – für die Gegenwart und die Zukunft.
Diese Veranstaltung unseres Vereinsmitglieds Hartmut Gliemann findet in Kooperation mit der FUgE, der Volkshochschule Hamm und dem Hammer Geschichtsverein statt.
Darum und Zeit: Do., 11.09.2025, 18:30 – 20:00 Uhr
Ort: VHS im Heinrich-von-Kleist-Forum
Referent: Hartmut Gliemann
Anmeldung: VHS Hamm, Kursnr. 2521103
Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Bauer
beide Veröffentlicht und hier verwendet unter Lizenz CC BY-SA 4.0
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Gedenktafel am letzten Wohnhaus von Fritz Bauer. 2017 in der Feldbergstraße in Frankfurt am Main von Simsalabim - Portrait
